Es gibt die eigenartigsten Tipps, wenn es darum geht, eine vereiste Scheibe rasch freizubekommen. Sehr beliebt ist dabei, kochendes Wasser übers Eis zu gießen oder mit einem Heißluftföhn zu bearbeiten. Das scheint zwar auf den ersten Blick sehr effektiv, bleibt aber in der Regel auf lange Sicht nicht ohne Folgen. Autoscheiben sind niemals ganz gerade, durch die Formgebung entsteht schon in der Produktion als Ursache der Dehnungsunterschiede im Material eine mechanische Spannung. Durch schnelles Abkühlen oder plötzliche Hitze wird die Struktur instabil, Mikrorisse sind das Resultat, sofern die Scheibe nicht direkt platzt. Durch kochendes Wasser oder einen Heißluftföhn ändert sich die Temperatur des Glases viel zu schnell, was die Struktur zerstört. Spätestens, wenn dann sichtbare Risse auftreten, besteht der TÜV auf einen Wechsel. Die überwiegende Zahl der Autofahrer geht davon aus, dass dies aufgrund der Einschränkung im Sichtfeld gefordert wird. Doch diese Ansicht ist nur beschränkt richtig, denn die Windschutzscheibe zählt zu den tragenden Teilen der Karosserie. Auf Gummiprofilen schwimmend oder aufgeklebt im Windschutzscheibenrahmen befestig, trägt sie zur Torsionssteifigkeit des Fahrzeugs bei, verhindert also eine Verwindung des Wagenaufbaus. Deshalb sollte der Autofahrer niemals einen Riss in der Windschutzscheibe als Schönheitsmakel betrachten, die Windschutzscheibe ist ein wichtiges Teil für die Sicherheit des Fahrzeugs.
(Quelle: Wikipedia)
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